Castelluccio: Fliegen wie die Götter

Die umbrische Hochebene in den Sibillinischen Alpen mit dem einst malerischen, aber durch das grosse Erdbeben im Jahre 2016 stark zerstörte Dörfchen Castelluccio ist ein Flugparadies sondergleichen. Die fast vollständig entwaldete Gegend ist ein riesiger Gleitschirm-Spielplatz und spendet auch im Herbst noch viel Thermik, wenn es an anderen Orten nur noch Abgleiter gibt.

Während unserer Reisezeit herrscht Italien meistens Hochdruckwetter und die Tiefs ziehen nördlich vorbei. Das bedeutet viel Sonnenschein, gute Konvektion und in den Bergen noch Quellbewölkung, die zum Gleitschirmfliegen einlädt. Die thermisch aktive Zeit kann dann noch bis zu neun Stunden pro Tag betragen. Die Nächte sind dagegen sternenklar und aufgrund der starken Abstrahlung bitterkalt, so dass sich im Talkessel von Castelluccio in windstillen Herbstnächten zuverlässig Nebel bildet.